Nicht mehr für andere – sondern für mich
Impuls No. 8
Ich geb zurück, was nie meines war
Verantwortung, Schuld, emotionale Altlasten
Manches tragen wir, ohne es je bewusst angenommen zu haben. Wir sind hineingewachsen in Systeme, in unausgesprochene Erwartungen, in das emotionale Klima anderer. Haben gespürt, was niemand gesagt hat. Haben gehalten, was niemand benannt hat. Und irgendwann dachten wir, es gehört zu uns.
Oft liegt das Schwere in uns, obwohl es nicht aus uns kommt. Nicht unser Ursprung, nicht unsere Geschichte, nicht unsere Schuld. Es wurde nicht absichtlich übergeben – und doch haben wir es übernommen. Aus Bindung. Aus Liebe. Aus dem Wunsch, es möge dadurch leichter werden.
Aber was nicht in mir entstanden ist, kann ich nicht tragen. Ich kann es anerkennen – aber nicht auflösen. Ich kann es würdigen – und zurückgeben. In Stille. In Würde. Ohne Schuldzuweisung.
Zurückgeben heißt nicht, mich abzuwenden. Es heißt, Verantwortung neu zu ordnen. Es heißt, zu spüren, wo ich beginne – und wo ich mich verliere. Und mir selbst wieder zu erlauben, in meinem Leben ganz anzukommen.
Ich muss nicht länger Bühne sein für das, was in anderen nicht gehalten wurde. Ich darf aufhören, schuldig zu sein für etwas, das ich nicht verursacht habe. Und ich darf mich befreien – nicht aus Trotz, sondern aus Achtung. Für mich. Für das, was jetzt durch mich ins Leben will.
Was in mir wird leichter, wenn ich erkenne, dass ich nicht länger tragen muss, was nie zu mir gehört hat?
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