Nicht mehr für andere – sondern für mich

Impuls No. 25

Ich sag nicht mehr ja zu dem, was mich trennt

Ein neuer innerer Standard.

Ich habe oft Ja gesagt, obwohl ich ein Nein gespürt habe. Aus Rücksicht, aus Angst, aus dem Wunsch, Teil zu bleiben. Ich wollte keine Störung erzeugen, keine Distanz riskieren, keine Ablehnung provozieren. Also habe ich mich gebeugt, angepasst, eingelassen – nicht aus Überzeugung, sondern aus Vorsicht. Und mit jedem dieser Ja wurde mein inneres Feld kleiner. Leiser. Fremder.

Ich habe gelernt, dass Verbindung manchmal bedeutet, etwas zu ertragen. Doch das ist keine Verbindung – das ist Selbstverrat. Ich habe Ja gesagt zu Worten, die mich nicht berührt haben. Zu Gesprächen, die mich verlassen ließen. Zu Rollen, die mir nicht mehr entsprachen. Und jedes Mal habe ich gehofft, dass meine innere Wahrheit nicht zu laut wird.

Doch heute spüre ich den Unterschied. Wenn etwas mich trennt von mir, dann führt es mich auch nicht zu dir. Wenn ich mich verbiege, verliere ich nicht nur meine Kraft – ich verliere auch dich, weil du nur noch mit einer Rolle sprichst. Nicht mit mir.

Ich sage nicht mehr Ja zu dem, was sich falsch anfühlt. Auch wenn es unbequem wird. Auch wenn du mich dafür nicht verstehst. Ich sage nicht mehr Ja zu Gesprächen, die mich müde machen. Zu Begegnungen, die mich klein halten. Zu Strukturen, in denen ich mich selbst nicht wiederfinde.

Ich sag nicht mehr Ja, um dabei zu bleiben. Ich bleibe – wenn ich wirklich gemeint bin. Und wenn nicht, geh ich weiter. Nicht trotzig. Nur wahr.

Erlaube ich mir, mein inneres Ja zu ehren – auch wenn es andere enttäuscht?

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